Projekte in Rheinland-Pfalz

"Meldeaufruf Jahreswesen"

 

Am 22. Mai ist der internationale Tag der biologischen Vielfalt. Der ArtenFinder ruft zu diesem Anlass zu einer besonderen Meldeaktion "Jahreswesen" 2020 auf. Hinter dem mystisch anmutenden Begriff „Jahreswesen“ verbirgt sich eine Vielzahl an Arten, die jährlich von diversen Fachgesellschaften in Deutschland nominiert werden und die als Stellvertreter für den Arten- und Biotopschutz öffentlichkeitswirksam im Rampenlicht stehen. Informationen dazu hier.

 

"Wo sind die Feuersalamander in Rheinland-Pfalz? Haben Sie einen gesehen?"


Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz und der ArtenFinder unterstützen die aktuellen Forschungsarbeiten der Universität Trier mit einer Bürgerwissenschafts-Kampagne. Obwohl bundesweit als ungefährdet eingestuft, hat der Feuersalamander in Rheinland-Pfalz einen Platz auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Die Zerstörung von Laub- und Mischwäldern, zu wenige Versteckmöglichkeiten, Straßenverkehr, insbesondere auf Waldwegen, bedrohen ihn vielerorts. Zudem ist der eingeschleppte Salamanderpilz auf dem Vormarsch und für die heimischen Schwanzlurche sehr gefährlich. Seit 2015 werden daher durch die Universität Trier verschiedene Forschungsarbeiten an dieser Amphibienart durchgeführt. Projektziel ist es, ein aktuelles Bild zur Verbreitung der Feuersalamander in Rheinland-Pfalz zu bekommen. Denn genaue Daten sind rar. Weitere Informationen finden Sie hier: 

"Arten beobachten, erkennen, melden und schützen"

Projektziel ist das Erfassen vorrangig gesetzlich geschützer Tier- und Pflanzenarten durch Bürgerbeteiligung. Die von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pflanz sowie den ArtenFinder Experten geprüften und freigegebenen Meldungen werden dem behördlichen Naturschutz, dem Verbandsnaturschutz, der Naturforschung und allen Interessenten frei zur Verfügung gestellt. Seit 2011 wurden rund 600.000 Daten erhoben, darunter auch ein großteil von gesetzlich geschützten Arten. Viele dieser Daten fanden im Naturschutz bereits Berücksichtigung.

"Im Schneckentempo durch Deutschland? - Findet die Gefleckte Weinbergschnecke!"

Wir möchten herausfinden, wo in Deutschland die Gefleckte Weinbergschnecke lebt. In der Oberrheinschen Tiefebene, einem ihrer hauptsächlichen Verbreitungsgebeite, haben wir festgestellt, dass
die Art vor allem im Siedlungsgebiet und dort teilweise sehr dominant auftritt. Über andere Vorkommen in Deutschland ist noch wenig bekannt. In Hausgärten, wo die Art häufig vorkommt, können Biologinnen und Biologen nicht nach ihr suchen. Hier sind wir auf die Hilfe der Grundstückeigentümer/innen angewiesen. Viele Menschen wissen zwar, dass eine ungewöhnliche Schneckenart in ihrem Garten vorkommt, wissen aber nicht, dass es sich um die Gefleckte Weinbergschnecke handelt. Weitere Informationen zu der Art, eine Meldekarte und ein Meldezeitdiagramm finden Sie hier.

"Tagfalter in Rheinland-Pfalz beobachten und erkennen"

Projektziel ist das Erfassen der aktuellen Tagfalterfauna in Rheinland-Pfalz, die Dokumentation von Ausbreitungs- und Rückgangstendenzen, die Erforschung der Phänologie der Arten und das Leisten von Beiträgen zum Naturschutz. Seit 2011 wurden rund 120.000 Daten durch Bürgerinnen und Bürger erhoben und von den ehrenamtlich tätigen ArtenFinder-Experten verifiziert. In bestimmten Gebieten verschollene Arten wurden wiedergefunden sowie FFH-Arten in bestimmten Regionen neuentdeckt. Zudem gelangen zahlreiche historische Frühfunde, die Rückschlüsse auf Klimaveränderungen ermöglichen. Auf Grundlage der Auswertung dieser ArtenFinder-Daten ist im Dezember 2014 das erste Bestimmungsbuch zu Tagfaltern in Rheinland-Pfalz erscheinen (Schotthöfer et al. 2014).

"Wo ist Milan?"

Die Kampagne-Informationsseite der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz ist inzwischen nicht mehr aktiv.

In der Saison 2014 wurden die Beobachtungen direkt über den ArtenFinder übermittelt. Alle, die schon einmal einen Rotmilan gemeldet haben, können ihre Zugangsdaten weiterhin verwenden, um auf der ArtenFinder-Seite eine Meldung vorzunehmen. Mit Abschluss des Projekts sind Meldungen über den Postkartenversand sind nicht mehr möglich.

Anders als bisher gibt es bei den Rotmilan-Meldungen keine gesonderte Melde-Option „Waldeinflug“ mehr. Diese Information ist aber weiterhin wichtig und sollte bitte im  Bemerkungsfeld der Online-Meldung eingetragen werden!

Meldesituation wärend des Projekts (Anfang April 2014): Insgesamt meldeten bisher 746 Bürgerinnen und Bürger ihre Rotmilan-Beobachtungen online und trugen gemeinsam 4526 Meldungen zusammen. 932 Beobachtungen wurden über den Postkartenversand gemeldet, sodass inzwischen in der Summe 5458 Rotmilan-Beobachtungsdaten vorliegen. 72% diese Daten konnten verifiziert werden, sodass 3952 plausible Meldungen im ArtenFinder freigegeben und an die Landesdatenbank weitergeleitet werden konnten.
Mit 3845 Meldungen wurden im Jahr 2012 die meisten Beobachtungen übermittelt, davon konnten 2340 verifiziert werden. Im Jahr 2010 und davor (Nachmeldungen) konnten 63 Meldungen verifiziert werden, im Jahr 2011 waren es 198,  aus dem Jahr 2013 liegen 1160 verifizierte Meldungen vor. 2014 wurden innerhalb des Projekts 186 Rotmilan-Meldungen im ArtenFinder freigegeben.

Informationen zur regionalen Verbreitung und zum jahreszeitlichen Auftreten der Art in Rheinland-Pfalz erhalten Sie entweder mithilfe des Auswertungswerkzeuges ArtenAnalyse (www.artenanalyse.net) oder mithilfe der ArtenInfo-Seiten (www.arteninfo.net).

"Hirschkäferpirsch"

Die Kampagne der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz ist bereits abgeschlossen.

Ähnlich zum Prjekt "Wo ist Milan?" wurden auch für die "Hirschkäferpirsch" Beobachtungen des Hirschkäfers seit 2014 direkt über den ArtenFinder gemeldet, bereits bestehende Meldeaccounts können weiterhin verwendet werden.  Mit Abschluss des Projekts sind Meldungen über den Postkartenversand sind nicht mehr möglich.

Meldesituation wärend des Projekts (Anfang April 2014): Insgesamt wurde der Hirschkäfer von 271 Melderinnen und Meldern online gemeldet. Diese trugen gemeinsam 529 Meldungen zusammen. 120 Beobachtungen wurden über den Postkartenversand gemeldet. Von den insgesamt 649 Meldungen konnten 90% verifiziert werden, sodass 581 Meldungen im ArtenFinder freigegeben und an die Landesdatenbank übermittelt werden konnten.

Auch beim Hirschkäfer wurden im Jahr 2012 die meisten Meldungen erbracht. 315 Beobachtungen wurden übermittelt, von denen 271 verifiziert werden konnten. Aus dem Jahr 2010 und davor (Nachmeldungen) liegen 9 freigegebene Meldungen vor, 2011 wurden 160 verifizierbare Meldungen erbracht und 2013 waren es 141.

Informationen zur regionalen Verbreitung und zum jahreszeitlichen Auftreten der Art in Rheinland-Pfalz erhalten Sie entweder mithilfe des Auswertungswerkzeuges ArtenAnalyse (www.artenanalyse.net) oder mithilfe der ArtenInfo-Seiten (www.arteninfo.net).