Überregionale Verbreitung
Der Karstweißling ist im weiteren Mittelmeerraum beheimatet. Der Erstnachweis für Deutschland wurde im August 2008 im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg erbracht. Eine Verbreitung der Art über größere Strecken erfolgt z.B. über den Verkauf von Schleifenblumen-Arten (Iberis spec.), die mit Eiern oder Jungraupen besetzt sind (Quelle: Lepiforum.de). In Deutschland ist er mittlerweile in weiten Teilen von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Schleswig-Holstsein verbreitet. Aus dem Nordwestdeutschen Tiefland sowie dem Alpenvorland liegen nur vereinzelte Nachweise vor (Stand 01/2025).
Regionale Verbreitung
Laut der aktuellen Roten Liste ist die Datenlage für den Karstweißling derzeit defizitär, d.h. zu seiner Verbreitung, Biologie und Gefährdung ist für eine Einstufung zu wenig bekannt. Nach Ochse & Schwab (2012) werden seit September 2012 immer wieder einzelne Exemplare des Karstweißlings in Rheinland-Pfalz beobachtet. Die Art ist eigentlich im Mittelmeerraum zu Hause und vermutlich durch die Klimaerwärmung zunächst von Südfrankreich kommend über den Süden Baden-Württembergs bis zu uns vorgedrungen (evtl. auch durch den Handel mit Gartenpflanzen verursacht). Im ArtenFinder liegen inzwischen 472 Meldungen der Art, vor allem aus dem südöstlichen Landesteil, vor (Stand 01/2025).
Lebensraum
Auf Ruderalflächen in Baden-Württemberg ist der Schmalblättrige Doppelsame (Stinkrauke) als wichtige Raupennahrungspflanze bekannt. Die Weibchen legen ihre Eier aber anscheinend bevorzugt an die in Gärten gepflanzten Schleifenblumen, weshalb der Karstweißling in Südwest-deutschland wohl hauptsächlich in Ortschaften zu finden ist (Ochse & Schwab 2012).
Nahrung
Die Raupen des Karstweißlings leben häufig an Schleifenblumen-Arten (Iberis spec.).